Energieautark wohnen mit Sonne und Holz

24. Februar 2005, 21:35
posten

Zehn Quadratmeter Solaranlange reicht für Warmwasser für Fünf-Personen-Haushalt - Tirol will eine Verdoppelung der Anlangen

Innsbruck - Eine Verdoppelung der Solaranlangen auf 320.000 Quadratmeter bis 2010 soll in Tirol durch die Kampagne "Ja zu Solar" erreicht werden. Damit wären jährlich 22 Millionen Tonnen Heizöl einsparbar, 60.000 Tonnen CO blieben der Atmosphäre erspart.

In zehn Jahren amortisiert

2004 hat das Land seinen Zuschuss beim Einbau von Solaranlagen auf maximal 3200 Euro für 20 m² Kollektorenfläche erhöht. Haushalte mit fünf Personen finden für die Warmwasseraufbereitung mit zehn Quadratmeter das Auslangen. Bei einer Förderung von 1600 Euro liege der selbst zu finanzierende Anteil bei 8000 Euro, die sich in zehn Jahren amortisieren würden, erklärt Bruno Oberhuber von Energie Tirol.

Tirol befinde sich bei der Nutzung der Solarenergie im österreichischen Durchschnitt, erklärt Oberhuber. Anfangs seien viele der Meinung gewesen, dass Solaranlagen auf der Schattseite von Tirols Tälern fehl am Platz seien. Ein Irrtum, betont Oberhuber und verweist auf eine Sonnenstandskartierung, die für jeden Flecken die täglichen Sonnenstunden ausweist.

Wärmedämmung

Einen Vollausbau für die Warmwassergewinnung in Tirol schätzt Oberhuber auf 1,2 Millionen Quadratmeter Kollektorenfläche, das Achtfache des Iststandes. Zur Vorsicht mahnt er bei der Solarenergie für Heizzwecke, da sei die Voraussetzung eine entsprechende Wärmedämmung.

Streiter will für Heizzwecke vor allem die Biomasse forcieren und geht davon aus, dass der Bedarf an fossiler und elektrischer Energie im Wohn-bereich in den nächsten Jahren sinken wird. (hs, DER STANDARD Printausgabe 24.2.2005)

Share if you care.