Salzburg: Bezirksanwalt ließ über 1000 Anzeigen liegen

25. Februar 2005, 16:08
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Der bereits vom Dienst Suspendierte rechtfertigte Versäumnisse mit "Arbeitsüberlastung"

Salzburg - Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat gegen einen 46-jährigen Bezirksanwalt des eigenen Dienstsprengels Anklage wegen Amtsmissbrauchs erhoben. Der bereits vom Dienst suspendierte Salzburger soll zwischen Jänner 2001 und Ende Juli 2002 mehr als 1000 Strafanzeigen liegen gelassen haben. Wegen 22 besonders krasser Fälle kommt es nun zu einer Verhandlung.

Aufgeflogen war der Skandal im Jahr 2002, als sich einige Bezirksrichter wunderten, warum sie keine Strafanträge mehr erhielten. Daraufhin brachte die Staatsanwaltschaft Salzburg die Anzeige gegen ihren eigenen Mitarbeiter ein. Der Beschuldigte rechtfertigte seine Versäumnisse mit "Arbeitsüberlastung". (APA)

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