Wien ehrt Claudia Haas und Dorothea Löcker

24. Februar 2005, 18:59
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"Goldene Verdienstzeichen" für Gründerin des ZOOM Kindermuseums und Verlegerin

Wien - Die Gründerin des ZOOM Kindermuseum, Claudia Haas, und die Verlegerin Dorothea Löcker sind am Mittwoch im Wiener Rathaus mit dem "Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien" ausgezeichnet worden. "Beide Frauen haben mit ihren Vorstellungen und ihrem Idealismus unsere Gesellschaft positiv und nachhaltig verändert" sagte Wiens Kulturstadtrat Mailath-Pokorny.

Kunsthandel als Startpunkt

Claudia Haas wurde 1953 in Wien geboren und studierte Kunstgeschichte und Archäologie in Wien und Rom. Sie arbeitete als Kunsthistorikerin und Kunsthändlerin u. a. für Sotheby's in Wien und New York. 1991 unternahm sie ausgedehnte Reisen in Asien, Australien, Neuseeland und der Südsee. 1992 erstellte sie ein Konzept für ein Kindermuseum im Museumsquartier. 1994 wurde in den provisorischen Räumlichkeiten der ehemaligen Stallungen im heutigen Museumsquartier das ZOOM Kindermuseum eröffnet, dessen Leitung sie übernahm. 2001 wurde das Kindermuseum ZOOM in den neugestalteten Räumen im Museumsquartier neu eröffnet. Ende 2002 hat Claudia Haas die Direktion abgegeben. Seit April 2003 ist Claudia Haas Senior Consultant bei Lord Cultural Resources Planning Management.

Mit Büchern aufgewachsen

Dorothea Löcker wurde 1948 als Tochter des Schriftstellers und Übersetzers Reinhard Federmann in Wien geboren. 1967 heiratete sie den Buchhändler und Antiquar Erhard Löcker. Ab 1974 war sie im neugegründeten Verlag Löcker und Wögenstein in Wien als Lektorin und Buchgestalterin tätig. Nach ihrer Scheidung 1983 arbeitete sie als selbstständige Grafikerin, Buchgestalterin, Illustratorin und Übersetzerin aus dem Italienischen und Spanischen und gründete 1984 mit Alexander Potyka den Picus-Verlag, den beide gemeinsam führen. Das Picus-Programm reicht von Kinderbüchern über Psychologie, Zeitgeschichte, Literatur von und über Exilautoren und Autobiographien von Holocaustüberlebenden bis zu internationaler Literatur. Die über 500 Einzeltitel, die bisher erschienen sind, wurden mit rund 50 nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. (APA)

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