Kfz-Haftpflicht: Vergleichen lohnt sich

23. Februar 2005, 19:18
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VKI-Test stellt Preis-Unterscheide von bis zu 50 Prozent fest - Selbst Führerschein-Neulinge können kräftig sparen

Wien - Autofahrer können sich mit einem Vergleich der Tarif-Angebote in der Kfz-Haftpflicht-Versicherung mitunter ein Drittel sparen. In Einzelfällen kann die Ersparnis sogar knapp die Hälfte ausmachen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test aller 22 heimischen Anbieter durch das Magazin "Konsument" des Vereins für Konsumenteninformation (VKI).

Die größte Differenz haben die "Konsument"-Tester für das Fallbeispiel einer VW-Golf-Fahrerin in der besten Bonus-Stufe 00 festgestellt, wo Jahresprämien zwischen 223 Euro und 422 Euro ermittelt wurden (jeweils ohne motorbezogene Versicherungssteuer).

Beim zweiten Muster-Fahrzeug, einem Renault Espace, war die niedrigste Prämie mit 320 Euro um ein Drittel günstiger als das teuerste Angebot (514 Euro). Auch für Führerschein-Neulinge (Stufe 09) betrugen die Unterschiede ein Viertel bis ein Drittel.

Kostspielige Zusatzleistungen

Wenn ein Versicherer in einer bestimmten Stufe günstig ist, gilt das nicht automatisch auch für andere Stufen: "Einige der günstigsten Versicherer für 00-Bonusfahrer cashen in der 09er Stufe ordentlich ab", warnte VKI-Bereichsleiter Franz Floss am Mittwoch in einem Pressegespräch. Es komme auf die individuelle Situation an, zudem seien attraktive Zusatzleistungen mitunter kostspielig.

Keiner der untersuchten Anbieter - darunter zwei Online-Vertriebe - erreichte im Gesamturteil ein "sehr gut", nur sechs wurden als "gut" eingestuft (Wiener Städtische24, VAV, Wüstenrot, Zürich, Züritel, Basler). Zwölf schnitten "durchschnittlich" ab, vier "weniger zufriedenstellend" (Salzburger, Wiener Städtische, Allianz, VLV).

Keine einzige Versicherung bot laut "Konsument" sowohl eine günstige Prämie als auch ein breites Leistungsspektrum. "Es haben aber alle mehr oder weniger bestanden, da sie ihren Zweck, nämlich die Schadenersatzforderungen Dritter abzudecken, erfüllen", so Floss.

Bestbieter

Als Bestbieter in Stufe 00 ermittelte das VKI-Magazin Basler, Hannover, VAV und die beiden Online-Vertriebe Wiener Städtische24 und Züritel. Als für alle attraktiv befunden wurden ebenfalls Wiener Städtische24 und VAV, da sie in den Stufen 00 und 09 als günstigste voran gelegen seien.

Ungünstig für Crashpiloten seien Allianz, Basler, Hannover und Züritel, die sich bei den Test-Modellen in Stufe 09 als teuerste erwiesen hätten.

Gutes Service für gutes Geld

Die insgesamt teure Allianz habe zwar in allen untersuchten Fällen die höchste Prämie aufgewiesen, aber Bestnoten bei Leistungen und Informationsqualität erzielt. Im übrigen könnten die Ergebnisse aber nicht 1:1 auf andere Autotypen und Versicherte übertragen werden, betont der VKI. (APA)

  • Der VKI stellte markante Unterschiede bei den Kfz-Versicherungen fest.

    Der VKI stellte markante Unterschiede bei den Kfz-Versicherungen fest.

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