US-Offensive im Westirak

25. Februar 2005, 15:55
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60.000-Einwohner-Stadt Haklaniya soll 24 Stunden besetzt werden

Haklaniya - Die US-Armee im Irak hat ihre Offensive "Operation River Blitz" gegen Aufständische in der Provinz Anbar am Mittwoch fortgesetzt und sich nach eigenen Angaben einen Weg in die Stadt Haklaniya frei gekämpft. Noch vor Sonnenaufgang rollten Panzer und andere Fahrzeuge der US-Armee in die 240 Kilometer westlich von Bagdad gelegene Stadt, eine Hochburg sunnitischer Rebellen. Nach Angaben eines US-Offiziers wurde die Kolonne mit Sprengsätzen und Granatwerfern angegriffen. Die Soldaten hätten das Feuer mit Maschinengewehren erwidert.

Das US-Militär hat den Kampf gegen "Rebellen" in Anbar in dieser Woche verstärkt. Die Provinz erstreckt sich westlich von Bagdad bis zu den Grenzen zu Syrien, Jordanien und Saudiarabien. Sunnitische Moslems, die gegen die von den USA geführten Besatzungstruppen kämpfen, haben in der Region mehrere Festungen errichtet. Viele "Rebellen" zogen sich im vergangenen November in das 60.000 Einwohner zählende Haklaniya und andere Städte der Provinz zurück, nachdem die US-Armee das zuvor von ihnen beherrschte Falluja erobert hatte.

Nach den Worten von Oberstleutnant Greg Stevens erwartet die US-Armee in Anbar auch heftigen Widerstand durch ausländische Kämpfer, die sich Al-Kaida zugehörig fühlten und zu "Märtyrern" werden wollten. Bei ihrem Vormarsch in Haklaniya arbeiten die US-Kräfte mit irakischen Soldaten zusammen, die zwei Moscheen räumen sollten. Die US-Armee bezog in zwei Schulen Stellung. Nach eigenen Angaben wollten die Truppen 24 Stunden in der Stadt bleiben, um Verdächtige zu verhören. (APA/Reuters/red)

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