GAK wird wohl noch träumen dürfen

24. Februar 2005, 22:32
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Grazer reisen opti­mistisch nach Middles­brough - Schachner: "Sind in der Lage zu gewinnen" - Kollmann, Pötscher fehlen

Middlesbrough - Eine optimale Ausgangsposition für ein Rückspiel im Fußball-Europacup sieht anders aus als ein 2:2 im Hinspiel vor eigenem Publikum. Dass der GAK dennoch voller Optimismus zur UEFA-Cup-Retourpartie der Runde der letzten 32 am Donnerstag (20:45 Uhr/live Premiere) nach Middlesbrough aufbrach, lag auch weniger im Resultat an sich als in der Art und Weise, wie es zu Stande kam, begründet.

Optimismus

"Wir haben in Graz gezeigt, dass wir mit den Engländern mithalten können und haben zahlreiche Chancen herausgespielt. Auch auswärts sind wir in der Lage, gegen Middlesbrough zu gewinnen", ist Trainer Walter Schachner überzeugt.

Hundertprozentige Leistung gefordert

Um tatsächlich die große Sensation zu schaffen und als erster österreichischer Klub einen englischen Verein auszuschalten, fordert Schachner von seinen Spielern eine Top-Leistung in Sachen Taktik und Einsatz. "Wir müssen die Zweikämpfe hundertprozentig annehmen und dürfen uns im Gegensatz zum ersten Spiel keine Unkonzentriertheiten mehr leisten", sagte der Meistermacher. "Das erste Spiel war ein gutes Spiel von uns, aber wir haben eben keine hundertprozentige Leistung gebracht."

Letzter Feinschliff

Damit es diesmal anders wird, verpasste "Schoko" seinen Schützlingen im letzten Training in Graz am Dienstag auf dem Kunstrasenplatz des neuen Trainingszentrums den letzten Feinschliff, was taktische Varianten betrifft. "Auch Standard-Situationen haben wir intensiv geübt. Man hat schon im Hinspiel gesehen, dass Middlesbrough dort zu packen wäre. Daher müssen wir schauen, zu möglichst vielen Freistößen in der Nähe des gegnerischen Sechzehners und zu Eckbällen zu kommen", meinte Schachner.

Kollmann-Ausfall schmerzt

Schmerzlich vermisst wird nicht nur bei den ruhenden Bällen Goalgetter Roland Kollmann. Der siebenfache Torschütze in der laufenden UEFA-Cup-Saison ist nach seiner umstrittenen Gelb-Roten Karte aus dem Hinspiel gesperrt. "Sein Ausfall tut weh, aber da müssen wir durch", sagte der Coach, der auch noch auf den verletzten Gregor Pötscher verzichten muss.

Keine "Ho-Ruck-Taktik"

Als Marschroute gab Schachner aus, "so lange wie möglich ohne Gegentor" zu bleiben. "Riskieren können wir in den letzten 15 Minuten auch noch", kommt für Schachner keine "Ho-Ruck-Taktik" in Frage.

Sensation möglich

Geht es nach der Stimmung innerhalb der Mannschaft, ist laut Schachner eine Sensation durchaus möglich. "Ein Aufstieg ist unser großer Traum, und träumen wird man ja noch dürfen." Mit den möglichen Achtelfinal-Gegnern Sporting Lissabon oder Feyenoord Rotterdam hat sich "Schoko" nach eigenen Angaben noch gar nicht beschäftigt. "Aber übermächtig ist sicher keiner von Beiden."

Finanzieller Segen

Der Einzug in die Runde der letzten 16 würde den GAK-Kickern neben internationalem Renommee auch einen finanziellen Segen bescheren. "Es gibt eine gute Aufstiegsprämie. Wenn wir weiterkommen, zahlt es sich für die Spieler ordentlich aus", erklärte Vereins-Präsident Rudi Roth. (APA)

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    Die GAK-Kicker möchten nicht nur im Schwarzenegger-Stadion jubeln, sondern auch in Middlesbrough.

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