Aktivität senkt Parkinson-Risiko

28. Februar 2005, 13:11
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Bewegen sich Männer im frühen Erwachsenenalter regelmäßig, haben sie größere Chancen, nicht an dem Nervenleiden zu erkranken

Boston - Durch körperliche Aktivität wird das Risiko einer Parkinson-Erkrankung reduziert, so das Ergebnis einer Studie der Harvard School of Public Health. Bewegen sich Männer in ihrem frühen Erwachsenenalter regelmäßig und energisch haben sie größere Chancen, nicht an dem Nervenleiden zu erkranken, berichtet BBC.

Die 14 Jahre dauernde Studie ergab, dass Männer, die physisch aktiv sind, mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht an Parkinson erkranken. Der Effekt wird noch verstärkt, wenn sich die Männer körperlich sehr anstrengen. Männer, die regelmäßig ins Schwitzen geraten, haben ein 60-prozentiges kleineres Risiko an Parkinson zu erkranken, als solche, die sich nicht körperlich ertüchtigen. Bei Frauen gilt diese Regelung nicht. Es sei nur ein kleiner Effekt zu erkennen gewesen. "Dies sind faszinierende und verheißungsvolle Ergebnisse. Sie weisen darauf hin, dass physische Aktivität zur Prävention von Parkinson beitragen kann", so Alberto Ascherio, Leiter der Untersuchung.

Studie über 14 Jahre

Für die Studie wurden 48.000 Männer und 77.000 Frauen untersucht. In den 14 Jahren der Studie waren 387 Testpersonen (252 Männer und 135 Frauen) an Parkinson erkrankt. Die Probanden mussten angeben, ob sie Spaziergänge machen, Wandern, Joggen, Schwimmen oder andere Sportarten ausüben. Außerdem wollten die Wissenschaftler wissen, wie viele Treppenstufen sie jeden Tag hinaufsteigen.

Im vergangenen Jahr hatte die Universität Pittsburgh eine Studie veröffentlich, die Parkinson im Zusammenhang mit Mäusen betrachtete. Dabei wurde festgestellt, dass Turnen bei einem Parkinsonpatienten vor dem krankheitsüblichen Verfall der Nervenzellen schützt. Diese Zellen produzieren Dopamin - eine Chemikalie, die eine wichtige Rolle bei der Bewegung spielt. (pte)

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