Annan räumt Fehler in Führung der UNO ein

23. Februar 2005, 17:07
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Generalsekretär: "Habe alles getan und tue noch immer alles, um Mangelhaftigkeiten zu korrigieren"

New York - Angesichts mehrerer Skandale in seiner Organisation hat UNO-Generalsekretär Kofi Annan Fehler eingeräumt, zugleich aber die wichtige globale Funktion der Vereinten Nationen betont. In einem Artikel für das "Wall Street Journal" schrieb Annan: "Ich habe alles getan und tue noch immer alles, um Mangelhaftigkeiten bei den UN zu korrigieren." Um die Wichtigkeit der UNO zu verdeutlichen, verwies Annan auf die Wiederaufbauhilfe nach der Flutkatastrophe in Asien und die Mission im Irak. Dort waren bei einem Bombenanschlag vor eineinhalb Jahren 22 UNO-Mitarbeiter getötet worden.

Besonders angeschlagen ist die Organisation wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Irak-Hilfsprogramm "Öl für Lebensmittel". Kritiker sehen in dem Skandal ein Indiz für weit reichende Führungsschwierigkeiten und zweifeln die Fähigkeit der UNO an, mögliche Sanktionen gegen den Iran oder Nordkorea durchzusetzen. "Ich bin der Erste, der echte Fehler, moralische Verfehlungen und Missmanagement einräumt", schrieb Annan. Aber er sei auch fest entschlossen, die Reformen durchzuführen, die nach dem "Öl-für-Lebensmittel"-Skandal angemahnt worden seien.

Missbrauch von Mädchen und Frauen

Eine weiterer Skandal betrifft den Missbrauch von Mädchen und Frauen durch UNO-Soldaten im Kongo. Dies nannte Annan "schockierend" und räumte ein, das Ausmaß des Problems sei zu spät erkannt worden. Zuletzt waren die Vereinten Nationen mit dem Rücktritt von Ruud Lubbers als Hochkommissar für Flüchtlinge in die Schlagzeilen geraten. Lubbers musste sein Amt wegen Vorwürfen sexueller Belästigung räumen. In seinem Artikel ging Annan darauf jedoch nicht ein. (APA/AP)

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