US-Ölpreis klettert über 50-Dollar-Marke

23. Februar 2005, 13:34
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Brent stieg auf mehr als 48 Dollar pro Barrel

New York/London - Das kalte Winterwetter auf der Nordhalbkugel hat den US-Ölpreis am Dienstag erstmals seit Ende November 2004 wieder über die Marke von 50 Dollar je Barrel getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Abend in der Spitze 50,45 Dollar. Das waren 2,10 Dollar mehr als vor dem wegen eines Feiertags am Montag verlängerten Wochenende in den USA. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent mussten 48,25 Dollar bezahlt werden und damit 1,52 Dollar mehr als am Vortag.

"Das kalte Winterwetter und ein Schneesturm im Nordosten der USA zeigen, dass der Winter noch lange nicht zu Ende ist", sagte Ölexperte Kevin Kerr von Kerr Trading International.

"Kein Bedarf für Förderkürzung"

Die Aussicht auf eine unveränderte OPEC-Förderquote hatte den Ölpreisanstieg nur vorübergehend gedämpft. Der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), Scheich Ahmad Fahd el-Sabah, hatte erklärt, er sehe derzeit keinen Bedarf für eine Förderkürzung des Kartells. Der Markt müsse aber sorgfältig beobachtet werden, sagte der kuwaitische Ölminister. Das Kartell trifft sich am 16. März im Iran zu Beratungen über die Förderquote, die derzeit bei 27 Millionen Barrel pro Tag liegt. (APA/dpa)

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