"Deutsche und Amerikaner teilen die gleichen Werte"

24. Februar 2005, 10:01
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US-First Lady Laura Bush würdigt Freundschaft und dankt US-Militär

Ramstein/Landstuhl/Mainz - Unmittelbar vor dem Deutschland-Besuch von US-Präsident George W. Bush hat seine Frau Laura die deutsch-amerikanischen Beziehungen als freundschaftlich bezeichnet. Gleichzeitig würdigte sie am Dienstag vor Kindern von US-Soldaten in Wiesbaden den Mut der US-Militärs bei den Einsätzen im Irak und in Afghanistan. Zuvor hatte sie bereits den US-Militärflugplatz im pfälzischen Ramstein und verletzte Soldaten im US-Hospital in Landstuhl besucht.

"Deutsche und Amerikaner teilen die gleichen Werte", sagte die Frist Lady. Die US-Militärgemeinde Kaiserslautern, zu der die Airbase in Ramstein gehört, biete den Amerikanern auf deutschem Boden eine Heimat weit weg von ihrem Zuhause, sagte sie auf der ersten Station ihres zweitägigen Deutschlandbesuchs unter Jubel und Beifall von US-Soldaten.

In einer Rede dankte die First Lady den US-Militärangehörigen und ihren Familien für den Einsatz im Irak und in Afghanistan. Das "Team Ramstein" habe mit dafür gesorgt, dass im Irak und in Afghanistan Millionen von Menschen erstmals frei wählen und Mädchen nun erstmals ungehindert zur Schule gehen könnten, betonte sie vor rund 2.500 Soldaten und Zivilisten im Flugplatz-Hangar 1.

In Wiesbaden sagte Laura Bush, amerikanische Soldaten hätten mit ihrem couragierten Auftreten in den beiden Ländern den Kindern dort die Möglichkeit gegeben, in Freiheit aufzuwachsen. "Millionen von Amerikanern denken täglich an euch und eure Eltern", sagte Laura Bush den Jugendlichen. Rund 380 Kinder von US-Soldaten hatten mit Fahnenträgern und der Schulkapelle die Präsidentengattin begrüßt.

"Das US-Militär leistet überall auf der Welt hervorragende Dienste zur Sicherung des Friedens und der Freiheit und kämpft erfolgreich gegen den Terror", sagte die First Lady in Ramstein. Die Aufgabe der US-Truppen in Deutschland habe sich seit dem Fall der Mauer in Berlin geändert. Es gehe nun um die Bekämpfung des weltweiten Terrors. Unter aufbrandendem Beifall dankte sie den Soldaten und ihren Familien dafür, dass sie sich trotz der teils schweren Opfer für die Freiheit anderer Völker einsetzten.

Zuvor hatte Laura Bush abgeschirmt von der Öffentlichkeit 20 verletzte Soldaten im US-Militärkrankenhaus Landstuhl besucht, wo sie auch mit Angehörigen von Schwerverletzten zusammentraf. Nach ihrer Rede in Ramstein traf sie sich mit rund 30 Soldaten-Ehefrauen, deren Männer im Irak stationiert sind, zu einem Mittagessen auf der Airbase. Dabei überbrachte sie Dankesgrüße von US-Präsident Bush.

In Mainz trafen unterdessen Polizei, Technisches Hilfswerk und Rundfunkstationen mit hohem personellen Aufwand die letzten Vorbereitungen für den Besuch von US-Präsident Bush. Polizisten inspizierten mit Sprengstoffsuchhunden die Sicherheitszone. Im Regierungsviertel wurden Absperrgitter aufgestellt und die letzten Kabel für die Live-Übertragungen verlegt. Bush kommt am Mittwoch im Kurfürstlichen Schloss mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zusammen, beide werden von ihren Ehefrauen begleitet.

Für die Sicherheit von Bush, Schröder, der Bevölkerung und der erwarteten 6.000 Demonstranten sollen am Mittwoch mehrere tausend Polizisten sorgen. Die Beamten aus Rheinland-Pfalz und Hessen werden von knapp 4.900 Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet unterstützt. (APA/dpa)

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    First Lady Laura Bush spricht vor Kindern von US-Soldaten in Wiesbaden.

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