Heftiger Wirbel im Basketball-Verband

28. Februar 2005, 10:09
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Zuerst soll Vizepräsident Tecka zurückge­treten sein, dann dementierte der Verband

Wien - Im österreichischen Basketball hat es am Dienstag Unruhe um den angeblichen Rücktritt von Verbands-Vizepräsident Erich Tecka gegeben. Der Österreichische Verband (ÖBV) hat die Demission des ehemaligen Teamspielers schließlich aber dementiert. In diesem Zusammenhang bestreitet der Verband auch, dass Tecka ÖBV-Präsident und Minister Dr. Martin Bartenstein einen Brief mit anschuldigenden Äußerungen geschickt hat. Demnach habe es keinen Briefwechsel zwischen Bartenstein und Tecka gegeben.

(Fiktiver) Brief an Präsident Bartenstein

In dem nun also fiktiven Schreiben an ÖBV-Präsident Minister Martin Bartenstein (ÖVP) soll Tecka nicht nur mehrere Gründe für den Rücktritt angeführt, sondern auch zu einem "Rundumschlag" ausgeholt haben. Dabei geriet auch Bartenstein in die Kritik, weil er diesen "telefonisch drei Tage nicht erreicht" und einen "gewünschten Rückruf" nicht erhalten haben soll. Ohne konkrete Namen zu nennen, schrieb der scheidende Vize darüber hinaus von "selbstgefälligen und egoistischen" Vereinsfunktionären, die dem österreichischen Basketballsport mehr schaden als nützen würden.

Auslöser für den Rücktritts-Gedanken war laut dem Brief die Vergabe des Cup Final Four (20./21. März) durch das dafür zuständige ÖBL-Präsidium. Die diesbezügliche Abstimmung hatte mit 4:2 für Kraftwerk Wels als Ausrichter geendet. Von Tecka war jedoch Macabido Oberwart favorisiert worden. Die "statutenwidrige Vergabe" wollte er nicht akzeptieren. Bartenstein habe jedoch einen verfassten Einspruch nicht unterzeichnet.

Weniger Arbeit für Bartenstein

"Es ist ein Glück, dass wir Bartenstein haben", reagierte ÖBL-Präsident Norbert Steger, der von Tecka wenig schmeichelhaft als "aalglatt" bezeichnet wird. Die Bundesliga werde "noch mehr als bisher die Zusammenarbeit mit dem Verband suchen". Dem scheinbar schwer beschäftigten Minister Bartenstein soll die Arbeit erleichtert werden. (APA/red)

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