Safaripark Gänserndorf könnte wiederbelebt werden

24. Februar 2005, 21:35
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Investorengruppe bekundet Interesse - Rettungskonzept für April oder Mai angekündigt

Gänserndorf - Der nach seiner Insolvenz im Vorjahr geschlossene Safaripark Gänserndorf ist wieder im Gespräch. In der Vorwoche hatte Tierarzt Josef Zoher das Interesse des Vereins "Momo" bekundet, auf dem Areal eine Exoten-Auffangstation zu führen. Dasselbe Ziel hat einer Aussendung zufolge eine finanzstarke Investorengruppe, deren Sprecher Jürgen Auer ist. Der Österreicher ist nach eigenen Angaben ehrenamtlich seit zehn Jahren im Tier- und Naturschutz tätig und seit sechs Jahren Leiter der Orang Utan - Schutzorganisation BOS Austria - Freunde zur Rettung der Orang Utans und des Regenwaldes.

Aufnahme weiterer Tiere

Zur Entwicklung eines ausgefeilten Konzeptes sei eine Expertengruppe zusammengestellt worden. Ziel sei die Rettung der Exoten-Auffangstation sowie die Aufnahme weiterer Wildtiere aus nicht artgerechter Haltung von Privatpersonen, aus Zirkussen und Zoos.

Die Interessentengruppe biete erhebliche finanzielle Mittel, Know How und ihre guten Namen, um den Safaripark wieder auf eine gesunde wirtschaftliche Basis zu stellen. Wie es in der Aussendung weiter heißt, soll ein "vielschichtiges Millionenprojekt" Tier- und Naturschutz mit ökonomischen Anforderungen verbinden. Die gesamte Region solle davon profitieren.

"Abgeblockt"

Die Gruppe wolle ihr Rettungskonzept im April oder Mai präsentieren. Allerdings sehen sich die Investoren "abgeblockt": "Insider-Informationen" zufolge sei dem bisher nicht zum Zuge gekommenen Mitbewerber (Zoher) ein Pachtangebot gemacht worden.

Die Gruppe hoffe jedoch auf das Verantwortungsbewusstsein der lokalen Entscheidungsträger. (Laut Zoher soll das Thema am Freitag im Gänserndorfer Gemeinderat behandelt werden, Anm.) "Die Chance, die sich durch diese Investoren bietet, ist ein von Fach- und Wirtschaftsexperten geführter Tier- und Naturpark Gänserndorf", betonte Jürgen Auer.(APA)

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