Protest gegen Lesben-Ehe bei den "Simpsons"

22. Februar 2005, 14:03
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US-Familienverband kritisiert Thematisierung der "Homo-Ehe" in TV-Serie: Kinder seien gefährdet

Washington - Die Ausstrahlung einer Folge der Zeichentrickserie "The Simpsons" zum Thema Lesben-Ehe hat in den USA zu Protesten von konservativen Verbänden geführt. In der am Sonntag im Sender "Fox" gezeigten Episode hat sich Patty Bouvier, eine Schwester von Homers Ehefrau Marge Simpson, als lesbisch geoutet und ihre Freundin geheiratet. Die Hauptfigur der Serie, Homer, hatte die beiden Frauen selber getraut. Das Städtchen Springfield, wo die Simpsons wohnen, hatte die gleichgeschlechtliche Ehe zuvor nach einer von Marge geführten Kampagne legalisiert.

Ablehnung und Empörung

Der Präsident des "Eltern TV-Rats" (Parents Television Council - PTV), L. Brent Bozell III, kritisierte dass die Serie so etwas überhaupt thematisiert habe. Die Sendung werde von Millionen Kindern gesehen. "Warum können wir sie nicht einfach unterhalten? Warum müssen wir sie mit dem Thema konfrontieren?", fragte er. Die Mehrheit der AmerikanerInnen lehne die Homo-Ehe ab. Gegenüber der "New York Times" räumte Bozell allerdings ein, die entsprechende Folge nicht selber gesehen zu haben.

Marty Kaplan von der kalifornischen Annenberg School of Communication verteidigte die Serie. In der Folge werde der religiösen Rechten symbolisch gezeigt, dass Homosexuelle "unsere Nachbarn in Springfield" seien, dem imaginären Heimatsstädtchen der Simpsons, das symbolisch für Amerika stehe. (APA)

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    The Simpsons
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