Middlesbrough darf nicht Wien werden

24. Februar 2005, 20:10
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Vereiste Zufahrten ins Stadion machen dem Veranstalter in Middlesbrough Sorgen - GAK macht der Schneefall zu schaffen

Middlesbrough/Graz - Nach der Austria könnte möglicherweise auch der GAK im Fußball-UEFA-Cup Opfer des Winters werden. Glaubt man englischen Medienberichten (icteesside.icnetwork.co.uk/boro), ist eine Absage des Rückspiels in der Runde der letzten 32 auswärts gegen Middlesbrough am Donnerstag (21:00 Uhr/live Premiere) nicht ausgeschlossen. Das Problem ist dabei nicht der Rasen im Riverside Stadium, der sich in gutem Zustand befindet, sondern die Zufahrtswege zur Arena, die nach Schneefällen in den vergangenen Tagen vereist sind.

Sicherheit der Zuschauer gefährdet

Um die Sicherheit der erwarteten rund 30.000 Zuschauer bei der Anreise nicht zu gefährden, könnte der Stadion-Sicherheitsbeirat die Partie verschieben - so geschehen im Liga-Cup-Semifinale im Jänner 2004 gegen Arsenal und im Februar 2003 in der Premier League gegen Newcastle.

GAK-Sportmanager Hannes Weninger geht aber nicht davon aus, dass die Grazer ihren England-Trip stornieren müssen. "Wir hatten schon Kontakt mit Middlesbrough und uns wurde versichert, dass es für das Match am Donnerstag kein Problem gibt", sagte der Ex-Goalie.

Training nur auf Kunstrasen

Sorgen bereitet den GAK-Verantwortlichen vielmehr der Wintereinbruch im Süden Österreichs, wodurch die Vorbereitungen auf das UEFA-Cup-Rückspiel empfindlich gestört wurden. Schon am Montag mussten die "Rotjacken" auf den Kunstrasenplatz im neuen Trainingszentrum ausweichen, wo allerdings nur Koordinationseinheiten, Sprints und das Üben von Standard-Situation möglich waren.

Auch das letzte Training vor dem Abflug absolvierte der GAK am Dienstag auf dem künstlichen Grün, das sich nach den starken Schneefällen in der Nacht in Weiß präsentierte. "Eine optimale Vorbereitung ist das nicht", haderte Trainer Walter Schachner mit dem Wettergott.

Der Meistermacher muss in England neben dem gesperrten Roland Kollmann auch auf Gregor Pötscher und Gambia-Legionär Pa Saiko Kujabi (beide Muskelverletzung) verzichten. Die zuletzt angeschlagenen Martin Amerhauser, Gernot Sick und Joachim Standfest stehen hingegen wieder voll im Training. (APA)

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