Neues Geständnis ein Monat nach Bluttat im Jänner

24. Februar 2005, 15:58
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42-Jähriger erstochen - Besucherin in Haft - Lebensgefährtin frei

Rund einen Monat nach dem gewaltsamen Tod eines 42-jährigen Wieners in einer Favoritner Wohnung und der Festnahme seiner Lebensgefährtin hat der Fall eine für die Öffentlichkeit überraschende Wendung genommen: Eine 42 Jahre alte Frau ist als mutmaßliche Täterin verhaftet worden und hat zugegeben, den Mann erstochen zu haben. Das gab die Polizei am Dienstag bekannt.

Rettung und Polizei waren am Nachmittag des 15. Jänner in die Wohnung in der Herzgasse gerufen worden - Ronald K. lag erstochen auf dem Bett. Der 42-Jährige war offenbar bereits seit Stunden tot, wie sich später herausstellte, bereits seit einem Tag. Seine 50 Jahre alte Lebensgefährtin, die Alarm geschlagen hatte, konnte nicht plausibel erklären, weshalb sie so lange damit gewartet hatte.

Geständnis widerrufen

Die verwirrt wirkende Frau berichtete von einer nächtlichen Feier mit zwei Besuchern, die zunächst nicht zu finden waren. Schließlich gestand die 50-Jährige, ihren Freund mit einem Fleischmesser erstochen zu haben und wiederholte dies mehrfach bei der Einvernahme in der Kriminaldirektion 1. Die Frau wurde in das Landesgericht eingeliefert, dort widerrief sie ihr Geständnis.

Ungereimtheiten in den Aussagen der schließlich doch gefundenen Besucher - ein Mann und die 42 Jahre alte Frau - ließen die Gruppe Fleischhacker weiterermitteln. Der Gerichtsmedizin gelang es, auf der abgewaschenen Tatwaffe DNA-Spuren zu sichern, und diese stammten von der 42-Jährigen. Die Frau wurde Ende vergangener Woche verhaftet und legte ein Geständnis ab. Die Lebensgefährtin wurde enthaftet.

"Plötzlich hat es mir gereicht"

Ihre Aussagen zufolge war die 42-Jährigen beim Erdäpfel Schälen in der Küche, als sie - nicht zu ersten Mal - mithörte, wie das offenbar immer wieder einmal gewalttätige spätere Opfer seine Lebensgefährtin bedrohte. "Plötzlich hat es mir gereicht", sagte die 42-Jährige aus, sie nahm ein Fleischmesser und rammte es K. mehrfach in die Brust. (APA)

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