Greenpeace-Aktivisten stellten in Frankreich Giftmüll sicher

23. Februar 2005, 18:39
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Nahe der Schweizer Grenze - "Pures Gift"

Greenpeace-Aktivisten haben nach eigenen Angaben bei der Elsässer Chemiemülldeponie Le Letten kaum 150 Meter von der französisch-schweizerischen Grenze entfernt offen herumliegenden Giftmüll sichergestellt. Laut Analysen der Umweltorganisation handelt es sich dabei um "pures Gift", das für Mensch und Umwelt eine akute Gefahr darstelle. Der Kontakt mit den gefundenen Chemikalien könne zu massiven Gesundheitsschäden führen.

Zudem gefährdeten die Chemikalien das Trinkwasser in den Gemeinden Schönenbuch und Allschwil bei Basel. Greenpeace erwägt Strafanzeige und hat den Verantwortlichen für die Sicherung des Deponie-Geländes ein Ultimatum bis Ende der Woche gestellt. Skandalös sei, dass die Chemiekonzerne Novartis, Ciba und Syngenta sowie die französische regionale Umweltbehörde DRIRE seit vier Jahren von diesem unter freiem Himmel liegenden Giftmüll im Wald wüssten und in Kauf nähmen, dass sich Kinder aus der Nachbarschaft vergiften könnten. (APA/AP)

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