Verkehrsbehinderungen in Wien

22. Februar 2005, 13:30
3 Postings

Verspätungen bei Autobussen und Straßenbahnen - Warnung vor Straßenglätte - Kritik an Wiener Stadtverwaltung

Die starken Schneefälle in der Nacht auf Dienstag haben in Wien für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Bei Autobussen und Straßenbahnen kam es zu Verspätungen, der ÖAMTC warnte vor Straßenglätte vor allem in den Bezirken Favoriten, Döbling und Liesing. Rund 1.300 Mitarbeiter des Winterdienstes und 350 Räumfahrzeuge waren im Einsatz, um der Schneemassen Herr zu werden. Die Kurzparkzonen-Regelung wurde bis Mitternacht aufgehoben.

In den Morgenstunden blockierte unter anderem ein wegen des nassen und rutschigen Schnees hängen gebliebener Lkw die Zufahrt zur Nordbrücke. Auch in der Laxenburger Straße blieben Laster hängen.

Entspannung am Vormittag

Im Laufe des Vormittags entspannte sich die Lage wegen der über den Nullpunkt steigenden Temperaturen. "Wir kommen zurecht. Es dauert halt einige Zeit", sagte Manfred Skerlan vom Winterdienst zur APA. "In den Innenbezirken schwimmt mehr oder weniger schon alles. In den Außenbezirken, besonders in den höheren Lagen, gibt es noch jede Menge Arbeit für uns." An der Schneesammelstelle in Auhof gab es laut Skerlan noch ausreichend Kapazitäten für die Ablagerung des matschigen Schnees.

Gehsteige nicht geräumt

Der Streumitteleinsatz war in der laufenden Wintersaison noch nicht sonderlich hoch. Von November bis Ende Jänner wurden vom Winterdienst 8.341 Tonnen Splitt, 5.071 Tonnen Salz und 94 Tonnen Kaliumkarbonat eingesetzt. Der Verbrauch liege damit zum jetzigen Stand ungefähr gleich hoch wie im Vorjahr. Damals benötigte man in der Gesamtsaison (also inklusive Februar und März) 28.174 Tonnen Split, 13.959 Tonnen Salz und 195 Tonnen Kaliumkarbonat. "Noch zwei Genua-Tiefs, und wir kommen drüber", meinte Skerlan.

Probleme gab es am Dienstag vor allem mit der Säuberung im Bereich der Hausverwaltungen. "Viele Gehsteige sind nicht geräumt", so der Winterdienst-Verantwortliche, "besonders dort, wo die Gehsteigfirmen dafür verantwortlich sind."

Kritik an Stadtverwaltung

Seitens der Rathaus-Opposition sah man dagegen Anlass zur Kritik an der Stadtverwaltung. ÖVP-Umweltsprecher Rudolf Klucsarits hielt SP-Umweltstadträtin Ulli Sima oft knöcheltiefen Matsch im Haltestellenbereich von Bussen und Straßenbahnen vor. Auch der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache ortete ein permanentes Chaos auf Wiens Straßen bei Schneefall, das nicht länger tolerierbar sei. (APA)

Share if you care.