Dummy-Papa gestorben

2. März 2005, 08:23
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Erste Crashtest-Puppen "arbeiteten" für Nasa

Seit Jahrzehnten erweisen sie uns Menschen geduldig ihren Dienst. Mit unergründlicher Miene rasen sie immer wieder in Autos auf Hindernisse zu, die Wucht eines Aufpralls auf den menschlichen Körper demonstrierend: Crashtest-Dummys. Ihr Erfinder, der amerikanische Physiker und Ingenieur Samuel W. Alderson, starb jetzt im Alter von 90 Jahren in Los Angeles.

"Antropomorphe" Puppe

Alderson gründete 1950 die nach ihm benannten Forschungslabors, die zunächst "anthropomorphe" Puppen für die Erprobung von Fallschirmen und Schleudersitzen im Auftrag des Militärs und der Weltraumbehörde Nasa entwickelten. Erst ab Mitte der 60er-Jahre begann sich auch die Autoindustrie für die Testpuppen zu interessieren.

Das 1977 entwickelte Modell Hybrid III ist heute noch Industriestandard. Die Besonderheit der Puppen sind nicht nur die menschenähnlichen Proportionen der Körper und ihre "Ausdauer", sondern auch ein Netz von Sensoren, das beim Aufprall etwaige Verletzungen wie Knochenbrüche erfasst.(red/DER STANDARD, Printausgabe vom 22.2.2005)

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