Nach Rekordgewinn weiter Zuwächse für ProSiebenSat.1

22. Februar 2005, 10:59
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Netto-Gewinn 2004 auf 133,6 Millionen Euro mehr als verdreifacht

Der größte deutsche TV-Konzern ProSiebenSat.1 rechnet nach dem Rekordgewinn des vergangenen Jahres für 2005 trotz verhaltener Erwartungen für den Werbemarkt mit weiter steigenden Erträgen.

"Die Leistungssteigerungen unserer Sender und die stabilen Kosten im laufenden Jahr werden zu einer weiteren Steigerung unseres Umsatzes und unseres Ergebnisses führen", sagte Vorstandschef Firmenchef Guillaume de Posch am Dienstag in Unterföhring bei München. Zur Entwicklung des TV-Werbemarktes nach drei schwachen Jahren äußerte sich der Konzern vorsichtig. Das Unternehmen erwarte für das laufende Jahr jedenfalls keinen Rückgang des Marktes, hieß es.

Kostensenkung

2004 hat ProSiebenSat.1 seinen Nettogewinn, begünstigt durch deutliche Kostensenkungen, mehr als verdreifacht und 133,6 (2003: 39,4) Millionen Euro verdient. De Posch zeigte sich mit der Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2004 zufrieden. "Mit diesem Ergebnis ist die ProSiebenSat.1-Gruppe zu den profitabelsten Medienunternehmen in Europa aufgestiegen. Aller Sender der Gruppe - Sat.1, ProSieben, Kabel 1 und N24 - schrieben schwarze Zahlen.

Allerdings hat der TV-Konzern mit einer Steigerung des operativen Gewinns um 70 Prozent auf gut 321 Millionen Euro die eigene Prognose von 330 Millionen Euro wegen schwächerer Umsätze zum Jahresende leicht verfehlt. Die wesentlichen Geschäftszahlen zur operativen Entwicklung hatte ProSiebenSat.1 schon im Jänner veröffentlicht.

Begünstigt wurde das Ertragswachstum des vergangenen Jahres von deutlichen Kostensenkungen unter anderem durch das Auslaufen der teuren Fußball-Bundesliga-Show "ran" Mitte 2003, was auch 2004 zu geringeren Kosten führte. Im Durchschnitt beschäftigte ProSiebenSat.1 im vergangenen Jahr 2.699 Mitarbeiter, 200 weniger als im Jahr zuvor.

Der Marktanteil der Sendergruppe bei Zuschauern wuchs nach den Angaben um 0,5 Prozentpunkte auf 29,4 Prozent. Die Sender erzielten damit ihr bestes Ergebnis seit drei Jahren, obwohl große Sportereignisse wie Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele von öffentlich-rechtlichen Sendern übertragen wurden. (APA/Reuters)

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