Kaliningrad will unabhängig werden

23. Februar 2005, 11:26
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Autonomiebewegung in russischer Exklave gegründet - mit Infografik

Kaliningrad - In der russischen Exklave Kaliningrad (früher Königsberg) hat sich am Montag eine Bewegung für mehr Autonomie konstituiert. "Wir müssen das Schicksal der Region in unsere eigenen Hände nehmen", sagte einer der Vorsitzenden der neuen Organisation "Respublika", Sergej Pasko, bei der Gründungsversammlung mit rund 200 Delegierten. Die Gruppe will erreichen, dass Kaliningrad innerhalb der Russischen Föderation den Status einer Republik erhält.

Dieser Status ist mit Selbstbestimmungsrechten verbunden, die Kaliningrad ermöglichen würden, einige Gesetze unabhängig von Moskau an die Rechtslage in den umliegenden EU-Staaten anzupassen. Kaliningrad liegt abgeschnitten vom übrigen Russland zwischen Polen und Litauen an der Ostseeküste. Die Russische Föderation besteht derzeit aus 89 Provinzen und 20 Republiken. (red/APA/AP)

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