Bilbao erneuert Spielgarantie-Forderung

24. Februar 2005, 11:31
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Spanier zeigten sich gegenüber Austria skeptisch hinsichtlich Spielfeld-Präparierung und Informationspolitik

Bilbao - In Zusammenhang mit der am vergangenen Mittwoch verschobenen Fußball-UEFA-Cup-Partie von Austria Wien und Athletic Bilbao haben die Spanier am Montag ihre bereits am Freitag vergangener Woche erhobene Forderung nach einer Spielgarantie für den zweiten Versuch am Donnerstag in einem offiziellen Schreiben an die UEFA erneuert. Erst wenn eine solche vorliege, solle die nun für Mittwoch Früh vorgesehene Anreise von Mannschaft und Fans auch tatsächlich realisiert werden.

Außerdem wird der Austria im Zusammenhang hinsichtlich der Präparierung des Spielfeldes und ihrer Informationspolitik wenig Vertrauen geschenkt. Dies berichtet die spanische Sportzeitung "Marca". Auf Zusicherungen der Wiener, dass der Rasen im Ernst-Happel-Stadion zu der zwischen den beiden Vereinen vereinbarten Spielzeit in gutem Zustand sein werde, wollen sich die Basken der Zeitung zufolge nicht verlassen und fordern erst eine eindeutige Freigabe des Platzes von Seiten der UEFA, bevor man den Flieger Richtung Österreich besteigt.

Mangelhaftes Vertrauen

Der von der Austria übermittelten Information, dass der Platz vom Schnee frei gemacht worden ist, und ein Team aus 20 Personen permanent daran arbeitet, Schnee und Eis fern zu halten, sowie dass auf dem Spielfeld Heizanlagen installiert worden und die vom Schneefall am meisten betroffenen Zonen überdies bedeckt worden sind, wird laut "Marca" nur wenig Vertrauen entgegen gebracht.

Winterliche Beweise

Für "Unmut" hätten Beweise gesorgt, dass das Spielfeld am frühen Nachmittag komplett mit Schnee bedeckt und zugefroren gewesen sei und dass die Wiener Austria seinerseits nicht im Happel-Stadion sondern auf einem anderen Gelände trainiert habe.

Darüber hinaus wurde der Zeitung zufolge bekannt, dass der Verein bereits am Dienstag seinen Klub-Manager Juan Ignacio Anibarro nach Wien schicken wird, um diverse logistische Aspekte, die im Zusammenhang mit der Verschiebung stehen, zu klären. Ob und in welcher Form sich der Bilbao-Offizielle auch in allfällige (offizielle) Inspektionen im Vorfeld des Aufeinandertreffens einschalten werde, wurde freilich nicht näher ausgeführt.

Bilbao fordert Schadenersatz

In einem ebenfalls heute an die UEFA übermittelten Schreiben verlangt Bilbao vom europäischen Fußballverband UEFA als Spielveranstalter entsprechenden Schadenersatz, sowohl für Unannehmlichkeiten, welche den Fans erwachsen sind, die kein Spiel sehen konnten, als auch für erlittene Nachteile, die sich infolge der Reise nach der Absage der Begegnung ergeben. (APA)

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Marca

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