Deutsche Firmen in iranisches Atomprogramm verwickelt?

23. Februar 2005, 15:07
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Behörden ermitteln in mehreren Fällen

München - Der Iran treibt sein Atomprogramm offenbar mit Hilfe deutscher Firmen voran. Das berichtete am Dienstag das Magazin "Report München" unter Berufung auf geheime Unterlagen des Zollkriminalamtes und des Bundesnachrichtendienstes. Demnach ermittelten die Fahnder gleichzeitig in mehreren deutschen Städten. So soll in Stuttgart ein Unternehmer in Verdacht stehen, Halbleitermodule zum Bau einer Atombombe geliefert zu haben. Beim Zollkriminalamt war am Montagabend niemand mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

Dem Bericht zufolge gibt es auch Ermittlungen gegen Firmen in Berlin und Sachsen-Anhalt wegen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) ist der Iran in der Lage, innerhalb von zwei bis drei Jahren eine Atombombe zu bauen. Die USA werfen dem islamischen Land vor, ein geheimes Programm zu betreiben, dessen Ziel der Bau von Atomwaffen sei. Die Teheraner Regierung hat dies zurückgewiesen. (APA/AP)

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