Stammzellen können im Tierversuch Infarktfolgen mildern

28. Februar 2005, 13:11
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Mäuse mit Herzinfarkt entwickeln nach Injektion von Nabelschnur-Zellen um 20 Prozent mehr neue Blutgefäße

Rostock - Stammzellen aus der Nabelschnur können im Tierversuch die Folgen eines Herzinfarkts mildern. Wie die Universitätsklinik Rostock mitteilte, bildeten sich bei Mäusen, denen nach einem Infarkt Nabelschnur-Stammzellen gespritzt wurden, 20 Prozent mehr neue Blutgefäße in der geschädigten Region als bei unbehandelten Tieren. Die Arbeit von Projektleiterin Nan Ma sei in Kooperation mit einer auf das Einfrieren von Nabelschnurblut spezialisierten Biotechnologiefirma entstanden und von der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie ausgezeichnet worden, teilte die Klinik weiter mit.

Die Stammzellen seien in die Schwanzvenen der Mäuse gespritzt worden. Von dort seien sie zum Herz gewandert und hätten den Heilungsprozess unterstützt. Die Rostocker Forscher hatten zuvor schon ähnliche Erfolge bei der Herzinfarktbehandlung mit Stammzellen aus dem Knochenmark erzielt. Nabelschnurblut enthält bis zu ein Prozent Stammzellen, die durch den Geburtsstress aus dem Knochenmark des Neugeborenen in die Nabelschnur gelangen. Stammzellen sind noch nicht spezialisierte Zellen, die sich unbegrenzt teilen können und je nach Bedarf verschiedene spezialisierte Zelltypen bilden können. (APA/dpa)

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