Zusammenhang zwischen Übergewicht und Demenz entdeckt

28. Februar 2005, 13:11
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Langjährige Schwedische Studie an Frauen: Höheres Risiko des Gewebeschwundes im Gehirn bei zu hohem Gewicht

Wien/Aachen - Übergewicht kann einer schwedischen Studie zufolge mit Auftreten von Demenz in Zusammenhang stehen: Zu viele überflüssige Kilos gehen mit einem höheren Risiko des Gewebeschwundes im Gehirn einher, berichtete Lina Kamphausen von der deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Neurologen bringen einen Verlust an Gehirngewebe mit Demenz in Zusammenhang, erläuterte Gesellschaftssprecher Sven-David Müller-Nothmann.

Die Studie zeige, dass Frauen mit einer Atrophie des Schläfenlappens des Gehirns durchschnittlich einen um 1,1 bis 1,5 höheren BMI (Body-Mass-Index) aufwiesen als Frauen ohne Atrophie. Das Risiko erhöhe sich um 13 bis 16 Prozent pro 1,0 kg/m2 erhöhten BMIs. Neben Folgen wie Herzkreislauferkrankungen, Diabetes mellitus und Bluthochdruck habe ständiges Übergewicht im Erwachsenenalter negative Einflüsse auf die geistige Leistungsfähigkeit, erläuterte Kamphausen.

In der mehr als 24 Jahre lang durchgeführten Studie untersuchte das Forscherteam 290 Frauen aus Göteborg in Schweden. Die Geburtsjahre der Patientinnen reichen von 1908 bis 1922, die Untersuchungen fanden von 1968 bis 1969, 1974 bis 1975, 1980 bis 1981 und 1992 bis 1993 statt. Die Frauen machten Angaben zu Gesundheit und Lebensstil. Außerdem fand eine anthropometrische, klinische und neuropsychiatrische Beurteilung sowie eine Blutuntersuchung statt. 1992 wurden Computertomographien durchgeführt, als die Probandinnen 70 bis 84 Jahre alt waren. (APA)

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