Imre Kertesz nur noch bei Rowohlt

24. Februar 2005, 11:55
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Vertrag mit Suhrkamp aufgelöst: Dem Literatur-Nobelpreisträger "ist es wichtig, sein Gesamtwerk unter einem Dach versammelt zu wissen"

Reinbek - Der ungarische Literatur-Nobelpreisträger und Holocaust-Überlebende Imre Kertesz wird in Zukunft seine Bücher im Rowohlt Verlag herausbringen und nicht mehr bei Suhrkamp. "Kertész hat sich zu diesem Schritt entschlossen, weil es ihm wichtig ist, sein Gesamtwerk unter einem Dach versammelt zu wissen", teilte der Rowohlt Verlag in Reinbek bei Hamburg mit. Dabei sei es der Großzügigkeit des Suhrkamp Verlages zu verdanken, dass auch die Taschenbuch-Ausgabe des letzten, im Herbst 2003 veröffentlichten Romans "Liquidation" demnächst als Rowohlt Taschenbuch erscheinen könne. So werde das Kerteszsche Oeuvre bald vollständig bei rororo zu finden sein.

Im Jänner 2006 soll das "Dossier K." bei Rowohlt erscheinen. Es handelt sich nach Verlagsangaben um ein Selbstverhör; Imre Kertész äußere sich darin ausführlich zu Leben und Werk, Geschichte und Subjektivität und wie sich das eine im anderen spiegele. Der 2002 gestorbene Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld war vor Jahren extra nach Ungarn gefahren, um Kertesz für Suhrkamp zu gewinnen. (APA/dpa)

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