Elektronische Fußfesseln ab Frühsommer

23. Februar 2005, 12:49
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Justizministerin rechnet mit baldiger Umsetzung - Einsatz bei bedingten Entlassungen

Wien - Justizministerin Karin Miklautsch (F) rechnet damit, dass die technischen Probleme bei den elektronischen Fußfesseln in den nächsten Monaten gelöst werden können. "Ich rechne ganz sicher damit, das wir das heuer im Frühsommer einsetzen können", so Miklautsch im Ö1-Mittagsjournal. Konkret soll die Fußfessel bei bedingten Entlassungen während der restlichen Strafzeit zum Einsatz kommen.

"Gewisse Entlastung im Strafvollzug"

Miklautsch erhofft sich durch die elektronische Überwachung bessere Resozialisierungsmöglichkeiten für Straftäter und eine "gewisse Entlastung im Strafvollzug". Das Entlastungspotenzial beziffert Miklautsch mit zehn bis 15 Prozent. Zuletzt hatte es mit 9.060 Häftlingen in Österreichs Gefängnissen einen neuen Rekordstand gegeben. Das Potenzial läge damit bei bis zu 1.359 Personen.

Stoisits: "Nur auf freiwilliger Basis"

Für die Grüne Justizsprecherin Terezija Stoisits wäre die Ausweitung der bedingten Entlassung zwar "erfreulich". Die elektronische Überwachung dürfe aber nur flankierend zur bedingten Entlassung eingesetzt werden und dürfe nur auf freiwilliger Basis erfolgen, fordert Stoisits in einer Aussendung: "Das Wichtigste bei einer bedingten Entlassung ist eine unterstützende Betreuung durch die Bewährungshilfe." (APA)

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