Premiere-Aktien kosten weniger als 30 Euro

22. Februar 2005, 16:02
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Laut "Handelsblatt" - Preisbekanntgabe am Dienstag, Zeichnungsfrist startet am Mittwoch - Emissionsvolumen bis zu einer Milliarde Euro

München/Hamburg - Die Aktien des Bezahlsenders Premiere sollen einem Zeitungsbericht zufolge als Zugeständnis an die Investoren unter 30 Euro angeboten werden.

Premiere habe am Wochenende einen Kompromiss mit den Konsortialbanken geschlossen, der als Ausgleich eine höhere Aktienzahl bei dem Börsengang am 9. März vorsehe, schreibt das "Handelsblatt" in der Montagausgabe unter Berufung auf Finanz- und Unternehmenskreise. Mit der Platzierung von mehr als 30 Mio. Aktien dürften mindestens 40 Prozent der Anteile an dem Pay-TV-Anbieter auf den Markt kommen, heißt es.

Bekanntgabe am Dienstag

Für die am Mittwoch beginnende Zeichnungsfrist sei eine Preisspanne zwischen 23 und 28 Euro oder zwischen 24 und 29 Euro wahrscheinlich, schreibt die Zeitung. Premiere-Chef Georg Kofler hatte zunächst einen Preis von mindestens 30 Euro angepeilt. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FASZ) hatte zuvor ebenfalls unter Berufung auf Finanzkreise von einer Preisspanne zwischen 24 und 32 Euro berichtet. Die Spanne und das Emissionsvolumen sollen am Dienstag bekanntgegeben werden. Nach bisherigen Berichten sollen etwa 10 Mio. Aktien aus einer Kapitalerhöhung kommen.

Das Volumen des Börsengangs wird mit den Angaben vom Wochenende auf 600 Mio. bis fast 1 Mrd. Euro angesetzt. Das gesamte Unternehmen könnte damit in der Größenordnung von zwei Milliarden Euro bewertet sein. In früheren Analystenberechnungen war auch ein Wert von rund vier Milliarden Euro genannt worden.

Kofler will nur einen Bruchteil seiner Aktien verkaufen

Premiere-Chef Georg Kofler sagte der "FASZ", der Aktienpreis werde noch "genügend Raum für Wertsteigerungen lassen". Er selbst werde "nur einen Bruchteil" seiner Beteiligung von 20,46 Prozent verkaufen und auch künftig einen zweistelligen Anteil halten. Kofler wies Spekulationen über Zweifel am Markt über den Premiere-Börsengang zurück. Er könne keine Fundamentalskepsis erkennen, sagte er. Kritische Äußerungen seien manchmal auch taktisch bedingt, um zu einem günstigeren Preis zu kaufen. (APA/dpa)

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