Telekommunikationskunst-Pionier Robert Adrian X wird 70

25. Februar 2005, 10:19
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Gebürtiger Kanadier lebt seit 1972 in Wien

Zu den Pionieren der Telekommunikations-Kunst, die die Auswirkungen elektronischer Netzwerke auf Gesellschaft, Kultur und Kunst mit künstlerischen Mitteln untersucht, gehört der seit 1972 in Wien lebende gebürtige Kanadier Robert Adrian X. Seit 1979 beschäftigt er sich in Theorie und Praxis mit Kunst in den Telekommunikationstechnologien. Am 22. Februar feiert Adrian, der auch die Homepage des Ö1 Kunstradios mitbegründet hat, seinen 70. Geburtstag.

Geschichte

Robert Adrian wurde 1935 in Toronto (Kanada) geboren und übersiedelte 1972 nach Wien. Er hatte bald erste kleinere Ausstellungen und wurde 1976 in der Innsbrucker Taxisgalerie von Peter Weiermair und danach in der Wiener Galerie nächst St. Stephan als Vertreter einer konzeptuell-analytischen Malerei vorgestellt. Mit seinen Installationen, Bildern, Skulpturen und Telekommunikationsprojekten war er bei der Biennale in Venedig (1980 und 1986) sowie bei der Biennale von Sydney und zahlreichen anderen internationalen Ausstellungen vertreten. 2001 zeigte die Kunsthalle Wien eine umfassende Werkschau des vielseitigen Künstlers.

Bedeutung

Adrian nahm nicht nur an einer Vielzahl von Projekten teil, die mit Telefax, Slow-Scan-TV, Amateur-Funk, Mailbox-Systemen und später natürlich auch dem Internet arbeiteten, sondern initiierte und organisierte auch einige weltumspannende Kommunikationsprojekte wie zum Beispiel "Die Welt in 24 Stunden" (1982 im Rahmen des Ars Electronica Festivals). In der 1979 aus bunter Fimo-Masse entstandenen Werkgruppe "214 Jobs" stellt er sich in all den Rollen, die er bereits im Leben eingenommen hat, dar - als Obstpflücker, Computeroperator, Bilderrahmer und Bilderfälscher, Ausstellungsmanager, Hausmann, Aktmodell oder Statist. Kaum eingeführt, hat Robert Adrian X auch die Systeme der Videoüberwachung hinterfragt und genutzt ("Surveillance" 1981 aus der Wiener U-Bahn)

Kunstradio

Außerdem rief er Anfang April 1995 gemeinsam mit Künstlern wie Martin Schitter, Gerfried Stocker und Horst Hörtner Kunstradio On Line, die Homepage des Ö1 Kunstradios, ins Leben und betreute diese bis April 2000. "Radio zum Anschauen" nannten die Künstler damals die ersten WWW-Seiten der Kunstradio Homepage, die auch weiter von Künstlern gestaltet wurde und heuer am 1. April zehnten Geburtstag feiert. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Robert Adrian im Rahmen eines Telefax-Projekts, 1981

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