Siemens dementiert Bericht über "Verkaufsanreize" für Handy-Sparte

28. Februar 2005, 10:34
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Konzernsprecher: "Amerikaner würden solche Spekulation als 'Bull-Shit' bezeichnen" - Laut "Sunday Times" wurde Interessen wie NEC und Fujitsu bis zu 500 Millionen Euro geboten

Siemens hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach der Konzern Interessenten bei einer Übernahme seiner defizitären Handy-Sparte finanzielle Anreize in Millionenhöhe geboten haben soll. "Eine solche Spekulation würden Amerikaner als absoluten 'Bull-Shit' bezeichnen", sagte ein Konzernsprecher am Sonntag. Die Meldung gehöre ins Reich der Fantasie. "Es gibt zu dem Thema nichts Neues."

Bericht

Die Zeitung "Sunday Times" hatte unter Berufung auf Kreise berichtet, dass die Versuche von Siemens fehlgeschlagen seien, Interessenten wie NEC und Fujitsu aus Japan sowie Ningbo Bird aus China bis zu 500 Millionen Euro zu bieten, um sie zum Kauf der Sparte zu bewegen. Siemens hatte jüngst wiederholt, dass es weiter vier Optionen für die Mobiltelefon-Sparte gebe: Verkauf, Schließung, Sanierung und Kooperation.

Spekulationen

Mitte Februar hatte das chinesische Telekom-Unternehmen ZTE Berichte über ein Interesse am Handy-Geschäft von Siemens zurückgewiesen. In den vergangenen Monaten war in Medienberichten als möglicher Käufer oder Kooperationspartner auch die taiwanische Firma BenQ genannt worden.

Die Siemens-Handysparte hatte im ersten Quartal 2004/05 (zum 31. Dezember) den operativen Verlust nochmals leicht auf 143 (Vorquartal: 141) Millionen Euro ausgeweitet. Der Bereich leidet unter zu hohen Kosten sowie einer im Vergleich zur Konkurrenz zu langsamen Produktentwicklung. Hinzu kam im Herbst eine Software-Panne bei der neuen 65er-Serie. (APA/Reuters)

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