Gehrer will Expertenrunde

22. März 2005, 14:02
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Bildungsministerin plant langfristige Struktur­reform - Mit schnellen Maßnahmen ist nicht zu rechnen: "Langfristig heißt zehn Jahre"

Wien - Neben der bereits bestehenden Zukunftskommission für kurz- und mittelfristige Maßnahmen im Schulbereich will Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) eine Expertenrunde einsetzen, die über eine langfristige Reform berät. Dabei könnten Fragen wie die Verlängerung der Grundschulzeit um ein oder zwei Jahre oder eine Änderung bei den Polytechnischen Schulen behandelt werden, so Gehrer in der ORF-Sendung "Offen gesagt" am Sonntag Abend. Mit allzu schnellen Maßnahmen ist aber nicht zu rechnen: "Langfristig heißt zehn Jahre", so Gehrer.

SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer betonte erneut, dass seine Partei im Falle entsprechender Mehrheiten eine gemeinsame Schule der Sechs- bis 15-Jährigen beschließen würde. Eine vollständige Umsetzung dauere aber mindestens zehn Jahre. Der Leiter der Zukunftskommission für das Schulwesen und Leiter des österreichischen PISA-Zentrums, Günter Haider, meinte, dass durch eine entsprechende Änderung der gesetzlichen Regelungen auch "Zwischenschritte" möglich seien. So könne man etwa regional Organisationsautonomie geben. (APA)

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