Sunniten fordern Regierungsbeteiligung

21. Februar 2005, 20:39
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Religiöse Würdenträger sollen nachträglich in die Nationalversammlung aufgenommen werden

Bagdad - Vertreter der sunnitischen Minderheit im Irak haben am Sonntag eine Beteiligung an der künftigen Regierung sowie an den Beratungen über eine neue Verfassung gefordert. Wegen der geringen Wahlbeteiligung der Sunniten bei der Parlamentswahl am 30. Jänner spricht derzeit alles dafür, dass Schiiten und Kurden die Regierung stellen werden. Die meisten sunnitischen Parteien waren zu der Wahl gar nicht erst angetreten.

Dies sei falsch gewesen, räumte Scheich Hathal Junis Jahija, ein Vertreter der überwiegend von Sunniten bewohnten Provinz Niniveh, am Sonntag ein. Der Hauptgrund für die geringe Wahlbeteiligung der Sunniten sei aber die prekäre Sicherheitslage in den sunnitischen Provinzen gewesen. Jahija forderte, die künftige Regierung müsse einige sunnitische Würdenträger nachträglich in die am 30. Jänner gewählte Nationalversammlung aufnehmen, damit sie sich am Entwurf der künftigen Landesverfassung beteiligen könnten. (APA/AP)

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