Ehrenzeichen für Franz Olah

21. Februar 2005, 18:32
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Regierung ehrt eine der umstrittensten Figuren der Nachkriegszeit

Jubiläumsjahr ehrt die Regierung eine der schillerndsten, aber auch umstrittensten Figuren der Nachkriegszeit: Der frühere Innenminister und ÖGB-Präsident Franz Olah bekommt zum 95. Geburtstag das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Mitte der Sechzigerjahre beherrschte der Konflikt zwischen Olah und der SPÖ die Schlagzeilen. Als ÖGB-Präsident hatte der gelernte Klaviermacher die Kronen Zeitung und die FPÖ finanziell unterstützt.

Für Olah brachte die Affäre den Verlust aller Ämter und die Verurteilung zu einem Jahr "schweren Kerker" und den SPÖ-Parteiausschluss. "Das einzige Ziel war meine politische Vernichtung", meint Olah rückblickend.

Die Geschichte der SPÖ wäre mit ihm anders verlaufen: "Denn ich bin sicher, dass ich die Mehrheit der Partei hinter mir gehabt hätte, nicht die schäbigen Apparatschiks, die nur ihre Posten verteidigt und Angst gehabt haben." (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.2.2005)

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    ÖGB-Präsident Franz Olah unterstützte die Kronen Zeitung und die FPÖ finanziell.

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