Syrien fordert Ende der Kritik durch Washington

21. Februar 2005, 16:44
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"USA müssen auf Stimme der Vernunft hören"

Damaskus - Syrien hat am Sonntag die USA aufgefordert, die Kritik an Damaskus einzustellen und zur Vernunft zurückzukehren. "Washington muss auf die Stimme der Vernunft und nicht auf die Kriegstreiber hören, die nur die ganze Region in Brand setzen wollen", schrieb die amtliche englisch-sprachige "Syria Times". Die amerikanischen Verleumdungen und Anschuldigungen gegen Syrien seien "ohne logische oder objektive Rechtfertigung".

Die USA haben in letzter Zeit wiederholt Syrien Unterstützung des Terrorismus in Nahost vorgeworfen, seine Vormachtrolle beim Nachbarn Libanon kritisiert und die Verbündeten in NATO und EU zu einer einheitlichen Haltung gegenüber Syrien aufgefordert. In einem Interview des französischen Fernsehsenders France-3 hatte US-Präsident George W. Bush am Freitag erklärt, es gehe jetzt unter anderem darum, den Friedensprozess zwischen Palästinensern und Israelis weiter voranzubringen und den Libanesen zu "fairen und freien Wahlen" zu verhelfen. "Ich bin überzeugt, dass Syrien die Botschaft verstehen wird, wenn wir mit einer Stimme sprechen."

Fünf Tage nach dem Mord an dem Syrien-kritischen früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri hatten am Samstagabend rund 2000 Demonstranten in Beirut den Abzug der über 14.000 syrischen Soldaten aus dem Libanon und den Rücktritt der Regierung von Omar Karame gefordert. "Syrien raus! Syrien raus!" riefen sie vor dem Parlamentsgebäude. (APA/dpa)

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