Leichen dreier irakischer Soldaten entdeckt

21. Februar 2005, 12:56
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Falluja von Außenwelt isoliert - Auto explodierte mit Fahrer im Nordirak

Kirkuk/Falludja/Kairo - Passanten haben am Sonntag mitten auf einer Landstraße in der Nähe der westirakischen Stadt Falluja die Leichen von drei irakischen Soldaten entdeckt. Wie Krankenhausärzte im benachbarten Ramadi berichteten, waren die Männer erschossen worden.

Aufständische beschossen am Sonntagmorgen nach Angaben von Augenzeugen eine amerikanisch-irakische Straßensperre im Nordosten von Falluja mit einer Rakete. Mehrere Militärfahrzeuge seien dabei in Brand geraten. Zu möglichen Opfern gab es keine Angaben. Die Soldaten sperrten nach dem Angriff alle Zufahrtstraßen der Stadt.

Es war das erste Mal seit der Rückkehr der Bewohner nach Falluja im Dezember, dass die Stadt von der Außenwelt isoliert war. Die US-Armee berichtete unterdessen, ein amerikanischer Marineinfanterist sei am Samstag von Aufständischen in der Anbar-Provinz getötet worden, zu der auch Falluja gehört.

Auto explodierte mit Fahrer im Nordirak

Bei der Explosion eines Sprengsatzes in seinem Wagen ist am Sonntag nach Polizeiangaben ein Autofahrer bei Howeija im Nordirak ums Leben gekommen. Zunächst war unklar, ob es sich um einen Selbstmordattentäter handelt, dessen Bombe zu früh detoniert war, oder ob jemand ohne Wissen des Fahrers einen Sprengsatz an dem Wagen angebracht hatte.

In Howeija, einer arabischen Enklave 55 Kilometer südwestlich der mehrheitlich von Kurden und Turkmenen bewohnten Stadt Kirkuk, hatte es in den vergangenen eineinhalb Jahren zahlreiche Angriffe auf US-Soldaten und irakische Sicherheitskräfte gegeben.

Zwei Kurden starben am Morgen, als in einem Gebäude in Kirkuk Munition aus alten Beständen der irakischen Armee explodierte. Kurdische Flüchtlinge waren nach dem Sturz des Saddam-Regimes in das Gebäude eingezogen, ohne die Munition zu entfernen. (APA/dpa/Red)

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