Japan: Abkehr von bisheriger Außenpolitik

20. Februar 2005, 12:51
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In Taiwan-Politik Schulterschluss mit USA gesucht - Erklärung formuliert gemeinsames strategisches Ziel

Washington - In einer Abkehr von seiner bisherigen Außenpolitik hat sich Japan der Taiwan-Politik der USA angeschlossen und die Sicherheit in der Straße von Formosa zwischen Taiwan und China zum "gemeinsamen strategischen Ziel" erklärt. Die formelle Erklärung wurde nach einem Treffen von US-Außenministerin Condoleezza Rice und US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld mit ihren japanischen Kollegen Nobutaka Machimura und Yoshinori Ohno am Samstag in Washington veröffentlicht. Experten hatten die Erklärung im Vorfeld als Ausdruck der Bemühungen Japans gewertet, der wachsenden Machtstellung Chinas in der Region entgegenzutreten.

China betrachtet das westlich orientierte Taiwan seit Ende des chinesischen Bürgerkriegs 1949 als abtrünnige Provinz. Peking hat mit militärischen Aktionen gegen Taiwan gedroht, sollte sich die Insel für unabhängig erklären. In den USA ist indessen seit 1979 die militärische Unterstützung Taiwans gesetzlich vorgeschrieben. Japan wiederum hielt sich in der Vergangenheit mit Erklärungen zu Taiwan zurück, um keinen Konflikt mit China zu provozieren. (APA/AFP)

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