Deutsche Telekom-Tochter steigt aus "Herkules"-Bieterkonsortium aus

23. Februar 2005, 10:58
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IBM und Siemens wollen laut deutschem Verteidigungsministerium in Kürze Angebot vorlegen

Die Deutsche Telekom-Tochter T-Systems wird nach Angaben aus Verhandlungskreisen am Montag kein Angebot für das 6,65 Milliarden Euro teure "Herkules"-Projekt bei der deutschen Bundeswehr abgeben. Dies hatte zuvor das Magazin "Der Spiegel" berichtet.

Rückzug

T-Systems wolle sich aus dem bisherigen Bieterkonsortium zurückziehen, dem auch die Firmen Siemens und IBM angehören, erfuhr Reuters am Samstag aus den Kreisen. Der Grund sei, dass die Telekom-Tochter die Gruppe habe führen wollen. Das deutsche Verteidigungsministerium wolle die Verantwortlichkeiten hingegen gleichmäßig zwischen den drei Firmen aufteilen. Bei dem IT-Projekt geht es um die Modernisierung und Vereinheitlichung der gesamten Telefon- und Computerausrüstung der Bundeswehr.

"In Kürze"

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin bestätigte lediglich, dass eines der drei Konsortiumsmitglieder kein Angebot abgeben wird. Die anderen beiden wollten dies aber "in Kürze" tun. Die Frist endet eigentlich am Montag. Zu möglichen Änderungen der Ausschreibungsfrist, die sich aus der neuen Sachlage ergeben könnten, wollte sich der Sprecher nicht äußern.

In dem "Spiegel"-Bericht heißt es, T-Systems-Chef Konrad Reiss werde aus dem bisherigen Bieterkonsortium wegen der schlechten Erfahrungen mit der Maut-Betreibergesellschaft Toll Collect aussteigen. Er wolle sich nicht auf Strukturen einlassen, bei denen kein eindeutiger Konsortialführer für das gewaltige Vorhaben festgelegt werde. Die Bundeswehr wolle den Milliardenauftrag aber zu gleichen Teilen und mit gleicher Verantwortung unter den drei Firmen des Bieterkonsortiums aufteilen.(APA/Reuters)

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