Brandserie in Klagenfurt: Elf Brände binnen einer Woche

19. Februar 2005, 21:50
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Am Samstag Feuer in Klagenfurter Innenstadt - Insgesamt schon 17 Angriffe des "Feuerteufels"

Klagenfurt - Die unheimliche Brandserie in Klagenfurt nimmt kein Ende. Am Samstag wurde in einem Haus in der Renngasse Feuer entdeckt. Wegen der starken Rauchentwicklung musste die Feuerwehr mit Atemschutzgeräten ausrücken, um den Brand im Keller des Innenstadtgebäudes zu löschen. Nach ersten Angaben der Feuerwehr handelte es sich auch diesmal um Brandstiftung. Damit hat der "Feuerteufel" binnen einer Woche bereits zum elften Mal zugeschlagen.

Seit Sommer 2004 hält ein unbekannter "Feuerteufel" die Klagenfurter Bevölkerung in Atem - und ein Ende ist nicht in Sicht. Schon 17 Mal hat der unbekannte Täter offenbar Feuer gelegt und konnte trotz eines Großaufgebots der Exekutive sowie eines "Kopfgeldes" in Höhe von 10.000 bisher nicht gefasst werden.

Die Chronologie: Am 5. Juni 2004 trat der Brandstifter erstmals in Aktion und legte Brände in der Hans-Sachs-Straße und der Funderstraße. Am 15. November schlug der Täter erneut zu, diesmal an vier Orten: In der Mikschallee, zweimal in der Fischlstraße und dann in der Reichenbergerstraße. Nach einer kurzen Pause kam es am 12. Februar 2005 wieder zu Brandstiftungen in der Fischlstaße, am Rudolfsbahngürtel und in der Millöckerstraße. Am 13. Februar brannte es in der Reichenbergerstraße, am 15. in der Bahnhofstraße, der Morrestraße und der Feldkirchner Straße. Das Landeskrankenhaus wurde am 17. Februar zum Ziel, gestern, Freitag, legte der Täter Brände im Gebäude des Landesschulrates in der 10. Oktober-Straße und in einem Wohnhaus in der Ankershofenstraße. Am Samstag folgte nun ein neuerlicher Anschlag des Pyromanen.

Hundepatrouillen im Landeskrankenhaus

Unterdessen wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Landeskrankenhaus verstärkt, Hundepatrouillen überwachen das Gelände. In der Bevölkerung macht sich langsam Panik breit und bei der Exekutive gehen hunderte Hinweise ein. Die Polizei rät, Haustüren stets verschlossen zu halten und jede Beobachtung zu melden. In der Kärntner Landeshauptstadt sind nun mehr als doppelt so viele Streifenwagen unterwegs als vor der Brandserie. (APA)

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