Bush beurteilt Idee einer NATO-Reform skeptisch

20. Februar 2005, 13:50
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US-Präsident: "Ich weiß nicht, was das sein sollte"

Frankfurt/Hamburg - Kurz vor Beginn seiner Europareise hat US-Präsident George W. Bush Überlegungen zu einer Reform der NATO skeptisch beurteilt. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe) sagte er, das Bündnis brauche keine Generalüberholung. Er verstehe nicht, worauf entsprechende Vorschläge abzielten: "Ich weiß nicht, was das sein sollte". Zu den Reformvorschlägen des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder wollte er noch kein Urteil abgeben: "Ich freue mich darauf, mit Schröder darüber zu sprechen, was er genau mit seinem Vorschlag gemeint hat".

Reformbedarf gibt es nach Bushs Einschätzung allenfalls in dem Sinne, dass Mitglieder ihre militärischen Fähigkeiten an aktuelle Gefahren anpassen und kostengünstiger werden sollten. An der zentralen Rolle der NATO bestehe kein Zweifel: "Die NATO ist eine lebenswichtige und notwendige Organisation, um den Frieden zu erhalten". Schröder hatte in einer auf der Münchner Sicherheitskonferenz verlesenen Rede kritisiert, die NATO sei "nicht mehr der primäre Ort, an dem die transatlantischen Partner ihre strategischen Vorstellungen konsultieren und koordinieren". (APA)

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