Handy als Flirthilfe für Schüchterne

28. Februar 2005, 10:34
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Eine Gmundener Firma hat eine Software zum "Anbandeln" via Handy und Bluetooth entwickelt

Voraussetzung für einen Flirt ist bekanntlich, dass es zwischen zwei Menschen "funkt". Wörtlich genommen hat dies eine Gmundener Firma, die eine Software zum "Anbandeln" via Handy und Bluetooth entwickelt hat.

Partnersuche erleichtern

Die Kurzstreckenfunktechnologie Bluetooth kann auch zum Kennenlernen eines attraktiven Menschen dienen: Eine Werbeagentur im oberösterreichischen Gmunden hat eine Software entwickelt, bei der sich die damit ausgerüsteten Mobiltelefone die Flirtbereitschaft ihrer Besitzer zufunken.

"Die Software kann die Partnersuche erleichtern, da die Hemmschwelle beim ersten Ansprechen wegfällt", ist Peter Harrer von der gleichnamigen Marketing- und Designfirma überzeugt. Und so soll es funktionieren: Man betritt ein Lokal, sieht sich um und entdeckt einen Menschen, der einem auf Anhieb sympathisch ist. Der "Anbandler" kann an den oder die Auserwählte(n) Sternzeichen, Nickname, Handynummer oder ein Foto von sich senden. Der Rest sollte dann nur noch eine Frage der Chemie sein.

Die Menüführung sei simpel, der User müsse nur spezielle Datenblätter ausfüllen. Die Software ermögliche, den Telefonkontakt nur mit jenen Empfängern zuzulassen, die exakt die selben Interessensgebiete eingegeben haben. Voraussetzung für den Datenaustausch ist, dass die Handys von Sender und Empfänger Bluetooth aktiviert haben. Die maximale Reichweite von 35 Metern darf nicht überschritten werden. Kosten fielen dabei keine an, so Harrer.

Andere Zielgruppen

Derzeit wird bereits an weiteren Versionen der auf Harrer patentierten Software gearbeitet wie zum Beispiel zur Kontaktaufnahme für gemeinsame Freizeitaktivitäten oder Fahrgemeinschaften.

Einsame Herzen, die die Möglichkeit des mobilen Anbandelns höher schlagen lässt, müssen sich allerdings noch gedulden. Denn noch fehlen Harrer die Vertriebswege für seine Software. Denkbar wäre ein Download um rund fünf Euro von einer Homepage oder eine Kooperation mit Mobilfunknetzbetreibern und Handyherstellern.(Kerstin Scheller/DER STANDARD, Printausgabe vom 19./20.2.2005)

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