US-Soldaten sollen zwei afghanische Zivilisten erschossen haben

21. Februar 2005, 10:31
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Familien erhielten offenbar bereits Entschädigungszahlungen - Militär: Kein Schuldeingeständnis

Kabul - Die US-Streitkräfte untersuchen Berichte, wonach amerikanische Soldaten in Afghanistan zwei Dorfbewohner erschossen haben sollen. Ein Militärsprecher in Afghanistan sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AP am Samstag, die Familien der beiden Männer hätten Entschädigungszahlungen von je 100.000 Afghani (rund 1.800 Euro) erhalten. Dies sei aber nicht als Schuldeingeständnis zu werten. Die Ermittlungen dauerten noch an.

Laut einem Bericht der "New York Times" waren die beiden 22-Jährigen, die nahe dem Luftwaffenstützpunkt Schindad im Westen Afghanistans lebten, am 11. Februar erschossen worden. Sie hätten am Straßenrand Holz gesammelt, seien beim Anblick eines US-Militärfahrzeugs aus unbekannten Gründen davongelaufen und bei der Flucht über ein Feld erschossen worden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Augenzeugen und afghanische Behördenvertreter. (APA/AP)

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