Syrisch-kurdischer Oppositionspolitiker im Nordirak ermordet

20. Februar 2005, 13:55
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Fünf Tote und neun Verletzte bei Schießerei südlich von Bagdad

Bagdad - Im Nordirak ist ein syrisch-kurdischer Oppositionspolitiker ermordet worden. Unbekannte hätten am Freitag den Sitz der syrisch-kurdischen Demokratischen Konsenspartei nahe der Stadt Suleimaniya angegriffen und den Parteivorsitzenden Kamal Shahin (50) getötet, teilte die Polizei am Samstag mit. Die Angreifer hätten sich zuvor einen halbstündigen Schusswechsel mit den Leibwächtern Shahins geliefert. Der Politiker hatte mit seinen Anhängern Zuflucht in dem Gebiet gefunden, das von der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) unter Jalal Talabani kontrolliert wird.

Unterdessen berichtete die irakische Polizei von einer weiteren Schießerei, bei der am Samstag südlich von Bagdad fünf Zivilisten starben und neun weitere verwundet worden. Bewaffnete hätten einen US-Konvoi auf der Straße zwischen Iskandariya und Haswa angegriffen. Die Zivilisten seien dabei ins Kreuzfeuer geraten. Erst am Freitagabend hatte sich ein Selbstmordattentäter vor einer Moschee in Iskandariya in die Luft gesprengt und neun Schiiten mit in den Tod gerissen. (APA/dpa)

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