Sudanesischer Rebellenchef fordert Blauhelmtruppen für Darfur

20. Februar 2005, 13:56
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Hauptproblem seien die Dschandschawid-Milizen - Garang für Sanktionen gegen den Sudan zur Druckausübung gegen Regierung

München - John Garang, der dienstälteste afrikanische Rebellenchef und künftige sudanesische Vize-Präsident, hat Blauhelmtruppen für die Krisenregion Darfur gefordert. Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe) sagte der Führer der im Südsudan operierenden Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA), "viel dringender" als im Süden seien die UN-Soldaten im westlichen Konfliktgebiet Darfur. Das Hauptproblem seien die Dschandschawid-Milizen. Solange die sudanesische Regierung sie nicht entwaffne und ausschalte, werde die Gewalt in Darfur andauern.

Der Rebellenchef sprach sich zudem für Sanktionen gegen den Sudan aus, um Druck auf die Regierung in Khartum auszuüben. Die Beteiligung von deutschen Bundeswehrsoldaten an dem UN-Kontingent im Südsudan begrüßte Garang. Willkommen seien aber auch "deutsche Geschäftsleute, die investieren können, zum Beispiel in die Telekommunikation oder in neue Verkehrswege". (APA)

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