Klare Mehrheit gegen Schulgeld

4. Mai 2005, 20:30
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OGM-Umfrage: Österreicher begrüßen Ende der Zweidrittel-Mehrheit für Schulgesetze

Wien - Ein klares Nein der Österreicher kommt zum Schulgeld. 81 Prozent lehnen derartige Überlegungen ab, nur 17 Prozent würden für die Finanzierung der Schul-Reformen auch bezahlen. Das geht aus einer aktuellen OGM-Umfrage (522 Telefoninterviews, 17. Februar) hervor. Die Ablehnung von Schulgeld geht quer durch alle Lager. Bei den Anhängern der Oppositionsparteien ist sie tendenziell stärker ausgeprägt als bei Wählern von ÖVP oder FPÖ.

SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer hatte davor gewarnt, dass die ÖVP Schulgeld einführen könnte und gefordert, die Unentgeltlichkeit des Besuchs öffentlicher Schulen solle trotz des Fallens der generellen Zweidrittel-Mehrheit in der Verfassung verankert werden. Die ÖVP reagierte empört. Niemand denke an die Einführung von Schulgeld, so Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V).

Keine bessere Qualität durch Schulgeld

Die Österreicher glauben denn auch nicht, dass die Qualität des Unterrichts und die Leistungen der Schüler dank Schulgeld besser würden. 62 Prozent verneinen eine entsprechende Frage, lediglich 22 Prozent würden sich Vorteile erhoffen.

Sehr wohl positiv beurteilt wird hingegen das von allen Parteien getragene Aus für das Zweidrittel-Erfordernis bei Schulgesetzen. 59 Prozent glauben, dass diese einfachere Mehrheitsfindung sich eher positiv auf künftige Schulrefomen auswirkt. 29 Prozent sind hier skeptisch. (APA)

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