Jeden Tag Physik

19. Februar 2005, 14:00
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22. Februar: Hertzliches

Radio hören, fernsehen, mobil telefonieren ist heute für jeden von uns selbstverständlich. Was der Physiker Heinrich Rudolf Hertz damit zu tun hat? Ihm gelang der Nachweis und die Erzeugung elektromagnetischer Wellen. So schuf er die physikalische Voraussetzung für die Entstehung der Funktechnik. Hertz wurde am 22. Februar 1857 in Hamburg geboren. 1877 begann er ein Studium in München, ein Jahr später übersiedelte er nach Berlin, wo er Physik studierte. 1879 erhielt er für die Lösung einer Preisaufgabe - Nachweis einer trägen Masse von elektrischen Selbstinduktionsströmen - die Goldmedaille der Humboldt-Universität. 1883 erhielt er einen Ruf an die Uni Kiel, ab 1885 arbeitete er an der Technischen Hochschule Karlsruhe. Die Forschung an den elektromagnetischen Wellen begann Hertz 1886, als er zufällig eine interessante Beobachtung machte: Er bemerkte, dass bei einer Entladung eines Kondensators über eine Funkenstrecke einer Spule auch an einer benachbarten Spule ein Funke erzeugt wurde. Damit machte er eine Entdeckung, die Maxwell bereits theoretisch vorausgesagt hatte: Schwingende Elektrizität erzeugt elektromagnetische Wellen. Seine Forschungen an diesen Wellen führten zur Entwicklung des drahtlosen Telegrafen, des Radios, des Fernsehens, des Mobiltelefons und mehr. Hertz starb, noch keine 37 Jahre alt, am 1. Jänner 1894. (red, DER STANDARD, Print, 19./20.2.2005)
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