Sorge um sichere Jobs nimmt zu

18. Februar 2005, 22:30
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Vor allem Frauen blicken pessimistisch in die Zukunft

Linz - Nur noch jede/r zehnte ÖsterreicherIn hat das Gefühl, dass die heimischen Arbeitsplätze sicher sind. Und jede/r Zweite geht davon aus, dass diese Sicherheit weiter abnehmen wird - so das Resümee einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra".

Die Umfrage wurde bei 1000 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählten Personen über 15 Jahren durchgeführt. Dabei war - mit elf Prozent der Befragten - nur eine Minderheit davon überzeugt, dass ganz allgemein die Sicherheit der Arbeitsplätze in Österreich "hoch" oder sogar "sehr hoch" sei. 50 Prozent schätzten die Jobsicherheit als "mittel" ein, 34 Prozent als "niedrig". Fünf Prozent wollten sich dazu nicht äußern. Dieser Grundtenor zieht sich durch alle Bevölkerungsgruppen, lediglich die Selbstständigen und die Freiberufler zeigten sich pessimistischer.

Die besorgte Stimmung gilt auch für die Einschätzung der künftigen Entwicklung. Die Mehrheit von 54 Prozent der ÖsterreicherInnen rechnet damit, dass sich die Jobsicherheit in der nächsten Zeit sogar noch verschlechtern wird. Lediglich fünf Prozent setzen dagegen und hoffen auf eine Verbesserung der Situation.

Geht es hingegen um die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes, ist das Vertrauen größer. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind überzeugt, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. Vor allem besser ausgebildete Personen sowie solche mit höheren Einkommen fürchten weniger um ihren Arbeitsplatz.

Unsichere Frauenjobs

Zu der Gruppe jener 19 Prozent und damit rund 600.000 Personen, die sich große Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen und ihn als "sehr unsicher" ansehen, zählen vor allem Frauen und Beschäftigte mit geringer Kaufkraft. (APA, DER STANDARD, Print, 19./20.2.2005)

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