Häuser und Mädchen, ungeschönt

21. Februar 2005, 17:11
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Nix gegen Palmers-Kampagnen. Aber manchmal, meint Raphael Just, wolle er die Welt eben so darstellen, wie er sie tatsächlich sieht

Nix gegen eine nette Palmers-Kampagne. Aber manchmal, meint Raphael Just, jucke es halt auch den viel gebuchten Werbefotografen, die Welt so darzustellen, wie er sie tatsächlich sieht.

Also ohne tausend menschliche und technische Helferleins, die das Motiv für das Shooting ins bessere Licht oder Umfeld rücken und danach Fehler ausbessern, Beine verlängern oder sonst was tun. Donnerstagabend präsentierte Just deshalb in der Galerie „Artbits“ (www.artbits.at) unter dem Titel „Urbane Ikonen“ reichlich „ungeschminkte“ Bilder.

Zeithistorische Dokumente

Von Mädchen und Häusern. Teils aus Wien („das sind die Bauten im zweiten Bezirk, zwischen denen ich aufgewachsen bin“), teils aus Bratislava: Zwischen Casting-Fotos slowakischer Models platzierte Just ebenso direkt geschossene Bilder jener Architektur, die immer noch das Stadtbild der Hauptstadt prägt. „Zum einen reizt mich der Kontrast. Aber zum anderen sind diese Bilder in gewisser Weise auch zeithistorische Dokumente. In einigen Jahren wird es dort nicht mehr so aussehen – da wird schon jetzt überall, wo es geht, so gut wie möglich nachgeschönt.“ (rott, DER STANDARD Printausgabe, 19.02.2005)

  • Der Fotograf, das Mädchen und der Plattenbau: Raphael Justs Bratislava-Impressionen
    foto: rott

    Der Fotograf, das Mädchen und der Plattenbau: Raphael Justs Bratislava-Impressionen

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