UNO-Tribunal hat Belgrad ein Verfahren in Causa Zvornik überlassen

19. Februar 2005, 13:10
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Fünf von neun Verdächtigen am Donnerstag festgenommen

Belgrad - Das Gerichtsverfahren, das das UNO-Kriegsverbrechertribunal den serbischen Behörden im Vorjahr überlassen hatte, bezieht sich auf die Geschehnisse in der bosnischen Grenzstadt Zvornik im Mai und Juni 1992. Der Sprecher des Belgrader Sonder-Staatsanwaltes für Kriegsverbrechen, Bruno Vekaric, erklärte am Freitag, dass es sich dabei um die Vertreibung von 1.822 Bosniaken aus der ostbosnischen Stadt und ihre Deportierung nach Ungarn, sowie die gesetzwidrige Festnahme von 174 Personen in Celopek, unweit von Zvornik, handle.

Vekaric sagte, dass laut den vorliegenden Erkenntnissen mindestens 15 Bosniaken ums Leben gekommen seien. Auch sei das Schicksal von mehreren Gefangenen weiterhin unbekannt. Das serbische Innenministerium hatte am Donnerstag fünf von neun Verdächtigen wegen der Kriegsverbrechen in Zvornik festgenommen. Es blieb zunächst unklar, ob es sich bei den Festgenommenen nur um frühere Angehörige der serbischen Milizen, oder aber auch um ehemalige serbische Berufssoldaten und Polizisten handelt. (APA)

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