Lungenpest in Afrika ausgebrochen

19. Februar 2005, 21:46
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Krankheit ist lebensgefährlich und hochansteckend - Mindestens 400 Menschen infiziert

Genf - Die lebensgefährliche und hochansteckende Lungenpest ist im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ausgebrochen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf mitteilte, seien bisher mindestens 61 Menschen gestorben, bis zu 400 Menschen seien infiziert. Die WHO wurde vor zehn Tagen über den Ausbruch der Lungenpest informiert und will in den nächsten Tagen ein Team in die Region schicken.

Zentrum des Ausbruchs ist eine Diamantenmine, in der rund 7000 Arbeiter beschäftigt waren. "In der Mine entstand eine Panik und rund zwei Drittel der Mitarbeiter rannten fort", sagte Eric Bertherat von der WHO. Diese Menschen müssten nun schnellstens gefunden und mit Antibiotika behandelt werden. Das werde durch die bewaffneten Unruhen in der Region erschwert.

Die Lungenpest wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und ist nach Angaben der WHO hochgradig ansteckend. Infizierte Menschen müssten unbedingt in Quarantäne. (APA/dpa)

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