Kosovo-Regierungschef reist nicht zur Sitzung des UNO-Sicherheitsrats

19. Februar 2005, 14:55
18 Postings

Serbischer Präsident Tadic erwartet Beginn der Kosovo-Gespräche im Juni oder Juli

Pristina - Der Regierungschef der von der UNO verwalteten südserbischen Provinz Kosovo, Ramush Haradinaj, wird nicht zum UNO-Sicherheitsrat nach New York reisen. Haradinaj werde eine entsprechende Einladung des UNO-Verwaltungschefs für das Kosovo, Sören Jessen-Petersen, nicht annehmen, bestätigte die UNO-Verwaltung (UNMIK) am Freitag in Pristina.

Der Premier habe andere Verpflichtungen, hieß es ohne weitere Einzelheiten. Der Sicherheitsrat wird sich am kommenden Donnerstag mit der Zukunft der völkerrechtlich zu Serbien-Montenegro gehörenden, mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz befassen.

Der serbische Präsident Boris Tadic erwartet, dass die Gespräche über den endgültigen Status der umstrittenen südserbischen Provinz Kosovo im "Juni oder Juli" beginnen. Tadic, der am Wochenende dem Kosovo einen ersten Besuch abstattete, erklärte der Presseagentur BETA, dass man im "Juni oder Juli den Verhandlungsprozess über den Kosovo-Status aufnehmen" werde. Konkretere Angaben dazu waren im Präsidentenamt nicht zu erhalten. Laut dem serbischen Präsidenten müssen zuvor in der Provinz allerdings die von der Staatengemeinschaft auferlegten menschenrechtlichen und sonstigen Standards erfüllt werden. (APA/dpa)

Share if you care.