Greenpeace misst Feinstaub in Wien

21. Februar 2005, 13:22
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Nach dem Erreichen von negativen Rekordwerten fordern auch die Grünen ein Maßnahmenpaket zur Feinstaubbekämpfung

Vergangene Woche hat Greenpeace in Wien und Umgebung mit Feinstaubmessungen begonnen. Die Ergebnisse der Kontrollen zeigen, dass die tatsächliche Belastung, der die Menschen ausgelastet sind, meist deutlich höher liegt, als die offiziellen Messstationen angeben. Laut Ö-Norm wird auf einer Höhe von mindestens drei Metern gemessen, manche Messstellen können allein aufgrund ihrer Lage keine ernstzunehmenden Ergebnisse liefern, so Verkehrsexperte Jurrien Westerhof.

Feinstaubbelastung sei die dritthäufigste Todesursache in Österreich hinter Rauchen und Alkohol, so Westerhof. Durch die feinen Partikel könnten Asthma, Bronchitis und Lungenkrebs ausgelöst werden. Nach dem Erreichen von negativen Rekordwerten fordern nun neben Greenpeace auch die Grünen ein Maßnahmenpaket zur Feinstaubbekämpfung. Ein "SOS-Antifeinstaub-Konzept" soll in der nächsten Nationalratssitzung beantragt werden. (APA/DER STANDARD, Printausgabe, 18.2.2005)

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